Saison April - November

Valle d’Aosta
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Valle d’Aosta

Diesmal haben wir uns ins Aostatal (Valle d’Aosta) gewagt – eine Region, die bei Genuss-Radlern offenbar noch wenig bekannt ist … zumindest klangen die Feedbacks im Kollegenkreis vor unserer Abreise danach. Die vielen Höhenmeter haben E-Bikes quasi offiziell als gesetzlich vorgeschriebene Fahrradvariante definiert. Idealerweise in Form von E-Mountain-Bikes mit welchem man die Bergwanderer vor sich hertreiben und erschrecken kann.

Gestartet sind wir in Champoluc, einem ruhigen, aber erstaunlich einladenden Bergdorf im Monterosa-Skigebiet – nicht Grossstadt, eher „Bergkuschelmodus“. Unsere Route führte uns auf Feldwegen steil von Champoluc über Frachey und Saint-Jacques-des-Allemands bis zum Rifugio Grand Tournalin in die obere Monte-Rosa-Region auf 2'600m. Dort angekommen konnten wir stolz auf die Berge und auf uns schauen – immerhin: 1’000 Höhenmeter, „nur so nebenbei“, natürlich mit E-Bike-Assistenz. Bergauf war es dennoch sportlich; bergab war dann Konzentration in Reinform gefragt, weil der Weg sich Wurzeln, Steine und Absätze so richtig schön mit uns geteilt hat (Wanderer und andere Mountainbiker inklusive – alle gemeinsam im „Achtung“-Modus). Im Rifugio gab’s als Belohnung ein Gipfelbier – und ja, es schmeckte nach „Mission erfolgreich erledigt“.

Kulinarisch fühlt sich das Aostatal an wie eine Mischung aus Alpen-Schlaraffenland und Frankreich-Déjà-vu. Klar, Käse ist König: Fontina, Polenta, Eintöpfe, herzhafte Klassiker. Besonders typisch ist Fonduta Valdostana – eine heisse Käsecreme, serviert mit Brot oder Polenta (Mini-Fondue-Feeling, nur ohne den Gesellschaftsdruck, dass man kiloweise davon essen muss). Und weil die Region nahe an Frankreich liegt, gibt’s auch spannende Fusion-Küche, z. B. eine Crêpe Valdostana mit heimischem Bergschinken und Fontina-Käse.

Beim Trinken werden im Tal häufig Trauben wie Cornalin oder Petit Rouge angebaut – und die landen dann teils auch als Weine bekannter Häuser in der Restaurantküche, z. B. von den Winzern Grosjean oder Maison Anselmet. Auch schön: im Dorf gibt es eine „Birreria“ mit einer Weltauswahl an Bieren.

Fazit: Ein schöner Vormittags-Ausflug in eine einmalig schroffe, alpine Landschaft – mit Sport, Abfahrt-Akrobatik und dem beruhigenden Gefühl, dass es am Ende immer ein gutes Getränk und noch besseres Essen gibt. Kurz: Aostatal lohnt sich – besonders für Leute, die die Berge lieben und die Herausforderung auf den Trails mit Wanderern, Bikern und frei herumlaufenden Kühen anzunehmen bereit sind.

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